Migrieren eines Datastores mithilfe von Software RAID

Grundsätzlich möchte ich euch hierzu ein bisschen mehr erzählen: Grund hierfür war nicht das Verschieben der VMs auf einen neuen Datastore sondern ein Alignment-Problem zwischen einer Netapp-Storage und eines XenServers. Die Systeme liefen stabil, jedoch war die Performance nicht die, die es sein sollte. Nach näherer Analyse seitens NetApp/XenServer wurde das Problem durch falsches Alignment festgestellt, jedoch waren die VMs alle auf Basis Server 2008 R2, also kann das grundsätzlich nicht stimmen (dieses Phänomen tritt nur unter Windows 2003 und kleiner auf). Es wurde weitergeforscht und schlussendlich konnte man auch den Auslöser finden: Das Anlegen der VMs – Linked Clones (hier gibt es ein Basis-Image und alle anderen VMs hatten dieses Image als verlinkt).  Grundsätzlich keine schlechte Sache, die VMs sind so schnell angelegt, aber die Performance die dabei verloren geht ist leider nicht tragbar.

Was kann man dagegen tun?

Grundsätzlich sind „LInked Clones“ unbedingt zu vermeiden da meistens das Storage schon derartige Deployment-Prozedere bietet (Bsp NetApp: XenServer Virtual Storage Console). Aber was tun mit den Bestehenden?

Hierfür gibt es eine schnelle Abhilfe: Software-RAID1!

Man bindet dem Hypervisor eine 2. HDD ein, gleichgroß wie die bestehende. Danach muss die Datenträgerverwaltung gestartet werden und der „Mirror“ kann beginnen. Dies muss Partition für Partition geschehen (Rechtsklick -> Mirror – ja so einfach kanns sein)

Nach erfolgreicher Synchronisierung der Platten kann der Server niedergefahren und die Disk „abgehängt“ werden. Im Boot-Menü erscheint nun das Auswahlfenster, wobei hier nun von der 2. HDD gebootet werden muss.

Nun kann der Mirror unter der Datenträgerverwaltung wieder aufgehoben werden.

Sollte dies die Systempartition gewesen sein kann der BootManager nun wieder deaktiviert werden mit folgendem Befehl (Auszuführen als Admin-CMD):

bcdedit /default  {current}

bcdedit /displayorder {current}

Das wars. Mit einer minimalen Downtime von einem Reboot können die VMs kopiert und verschoben werden wie es beliebt.

 

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